Ehemalige Mitglieder des Vereins

Im Lauf seiner 150 Jahre dauernden Geschichte hatte der Verein mehr als 800 Mitglieder.

Eine Auswahl:

 

Hermann Baisch (1846 - 1894)

Landschafts- und Tiermaler, später Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe

Er war Mitbegründer einer neuen Stilrichtung der Freilichtmalerei in Deutschland, die sich zwar an der Realität orientierte, dem Dargestellten aber über idealisierende Lichtwirkungen zu mehr Bedeutung verhelfen wollte.

 

Bild: „Wattenmeer“, Sammlung Lenbachhaus München


Ludwig Bechstein (1843 - 1914)

Maler und Zeichner

Ehrenmitglied des Vereins

Er arbeitete u.a. für die Fliegenden Blätter. Außerdem zeichnete er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Karikaturen der damaligen Mitglieder sowie Illustrationen und Kostümentwürfe zu den Veranstaltungen des Vereins.

 

Bild: „Man macht mich immer nicht schön genug!“ (Karikatur Seiling), Vereinsarchiv


Hans Eduard von Berlepsch (1849 - 1921)

Jugendstilkünstler, gilt als Wegbereiter des Jugendstils in München und Zürich

Einige seiner Werke waren zuletzt in der Ausstellung „Jugendstil Made in Munich“ in der Münchner Kunsthalle zu sehen.


Karl de Bouché d. Ä. (1845 - 1920)

Glasmaler, schuf u.a. viele der bunten Glasfenster des Münchner Neuen Rathauses.

Sein Sohn, Karl de Bouché d. J., ebenfalls Mitglied des Vereins, führte seine Werkstatt weiter.


Anton Braith (1836 - 1905)

Tier- und Landschaftsmaler der Münchner Schule, Professor an der Akademie der Bildenden Künste München.

Er malte vorwiegend Nutztiere wie Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner. Zusammen mit Christian Mali besaß er viele Jahre lang ein Haus in der Landwehrstraße, das ihnen auch als Atelier diente. Dieses historische Atelier wurde 1906 nach Biberach überführt und kann dort bis heute im Museum Biberach besichtigt werden.

Ihm ist die Anton-Braith-Straße in München (Ramersdorf-Perlach) gewidmet.

 

Bild: „Neufundländer“, Sammlung Lenbachhaus München


Louis Braun (1836 - 1916)

Militär- und Panorama-Maler

Er malte Szenen aus der Geschichte in großen Panorama-Bilder, die in kreisrunden Räumen installiert wurden und dort die Wände bis auf eine kleine Tür komplett bedeckten. Ergänzt mit einigen passenden Gegenständen wie Möbeln, Geschirr oder Ähnlichem vermittelten diese Rauminstallationen den Besuchern den Eindruck, mitten in der Szene zu stehen - ein Vorläufer der heutigen immersiven Kunst.

 

Bild: Ausschnitt aus dem „Murten-Panorama“, einem 1893 entstandenen, 10 m hohen und 100 m langen Panoramabild, das die Schlacht bei Murten im Jahr 1746 zeigt.


Thomas Dennerlein (1847 - 1903)

Bildhauer, Kunstprofessor und mehrere Jahre Jury-Obmann bei der Jahresausstellung der Münchner Künstlergenossenschaft. Vorsitzender unseres Vereins 1901 - 1902.

Er schuf monumentale Plastiken, vor allem für öffentliche Gebäude in München, wie zum Beispiel am Hauptbahnhof oder der Akademie der Bildenden Künste. Da seine Werke leider fast alle dem 2. Weltkrieg zum Opfer fielen, ist er heute kaum noch bekannt.

In München Engschalking ist die Dennerleinstraße nach ihm benannt.


Syrius Eberle (1844 - 1903)

Bildhauer, Maler, Professor an der Münchner Kunstakademie, Vorsitzender des Vereins 1882 - 1883 und 1885 - 1887.

Zu seinen Werken zählt beispielsweise das Gabelsberger-Denkmal in der Otto-Straße, das Denkmal der Gebrüder Grimm in Hanau oder die Figur des Heiligen Georg am vorderen rechten Eck der Fassade des Neuen Münchner Rathauses.

Außerdem arbeitete Eberle viel für die Schlösser Ludwig II, er entwarf beispielsweise fast alle seiner Prachtkutschen.

 

Bild: Heiliger Georg am Münchner Rathaus

Foto: Wolfram Wildner


Franz Eder (geb. 1942)

Karikaturist, Illustrator, Schnellzeichner und Turmschreiber

Vorsitzender des Vereins 1980 - 1984

Er zeichnete zahlreiche Einladungen zu Veranstaltungen des Vereins in den 1970er und 80er Jahren.

 

Bild: „Wir lassen uns nicht verbeuysen“, 1981

Einladung aus dem Vereinsarchiv


Karl Englert (1884 - 1971)

Komponist und Kapellmeister; komponierte z. B. den „Münchner Kaffeewärmer“, einen bayerischen Walzer. In den 1920er Jahren im Vorstand des Vereins für Musik zuständig.


Franz von Fischer (1849 - 1918)

Cellist, Dirigent und Generalmusikdirektor

Ehrenmitglied des Vereins

Unter anderem war er Interpret der Musik Richard Wagners am Bayerischen Staatstheater und in Bayreuth.

Die Franz-Fischer-Straße in München Bogenhausen ist nach ihm benannt.

 

Bild: „Der Fischer-Franzl“ (Porträt Franz von Fischer)
gezeichnet von Eduard Grützner, Zeitschrift „Jugend“, 1903


Oskar Freiwirth-Lützow  (1862 - 1925)

Maler, Vorsitzender des Vereins von 1909 bis 1914

Nach seinem Studium in Düsseldorf und Genf verbrachte er zuerst einige Jahre in Paris, Rom und München, bevor er 1889 nach St. Petersburg zog. Schon ein Jahr später verkaufte er bei der St. Petersburger Frühjahrsausstellung ein Bild an Alexander Michailowitsch Romanow (russischer Großfürst und Admiral), Verkäufe an den Zaren Nikolaus II folgten.
1899 kehrte er trotz seines Erfolgs in Russland nach München zurück. Hier gehörte er unter anderem dem Ausschuss der Münchner Künstlergenossenschaft an und war Schatzmeister der Deutschen Kunstgenossenschaft.

 

Bild: "Ein lieber Gast", Eremitage Museum, St. Petersburg


Theodor Gämmerler (1889 - 1973)

Bekannt als „Bayerischer Krippenpapst“

Schon während seines Studiums an der Münchner Kunstakademie nahm er Kontakt zum Münchner Marionettentheater auf, wo er als Bühnenbildner und Figurenschöpfer arbeitete. Die so erworbenen Kenntnisse setzte er zuerst in einem privaten Marionettentheater in seiner Wohnung um.

1917 gründete er zusammen mit einigen anderen den Münchner Krippenverein. Ab 1925 arbeitete er an der Restaurierung und Neugestaltung der Kirche St. Michael in der Neuhauser Straße. Nach dem 2. Weltkrieg schuf er für die Bürgersaalkirche eine Jahreskrippe, bestehend aus rund 200 verschiedenen Krippenbildern, die durch das gesamte Kirchenjahr führen und dort bis heute eingesetzt werden.


Otto Gebler (1838 - 1917)

Tiermaler, Gründungsmitglied

Studierte an der Dresdener und der Münchner Kunstakademie, an letzterer vor allem bei Karl Theodor von Piloty. Er spezialisierte sich auf die Darstellung von Schafen und zeigte sie insbesondere auch als Individuen.

 

 Bild: „Widder“, Sammlung Lenbachhaus München


Ludwig Glötzle (1847 - 1929)

Maler und Illustrator. Unter seinen Werken sind zahlreiche Bilder für Münchner Kirchen, zum Beispiel in der Heilig-Geist-Kirche („Die Grundsätze der Bulle von Leo XIII“ und „Heilige Cäcilie“) und der Josephsaltar in St. Ursula am Kaiserplatz.

Der Glötzleweg in München Solln ist nach ihm benannt.


Erich Goebel (1867 - ?)

Architekt

Zu seinen Werken in München zählen beispielsweise die Filialkirche St. Barbara in der Infanteriestraße und die evangelische Christuskirche am Dom-Pedro-Platz.

Außerdem entwarf er gemeinsam mit Max Littmann das Hofbräuhaus am Platzl.

 

Bild: Hofbräuhaus

Foto: Wolfram Wildner


Eugen Gura (1842 - 1906)

Opernsänger (Bariton), außerdem Schauspieler, Maler und Ingenieur

Ehrenmitglied des Vereins

Als Sänger war er u. a. am Hoftheater München und bei den Bayreuther Festspielen

Nach ihm ist die Eugen-Gura-Straße im München Obermenzing benannt.

 

Bild: Eugen Gura

Foto aus: Max Zenger „Geschichte der Münchner Oper“, 1923


Ludwig Hartmann (1835 - 1902)

Pferdemaler

Der erste Vorsitzender des Vereins ab 1875.

 

Bild: „Wasserfurt an der Isar bei Tölz“
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Georg von Hauberrisser (1841 - 1922)

Architekt des Münchner Neuen Rathauses und der Kirche St. Paul nahe der Theresienwiese

Ehrenmitglied des Vereins, außerdem eines der langjährigsten Vereinsmitglieder (1875 - 1922).

Die Hauberrißerstraße in München Harlaching ist nach ihm benannt.

 

Bild: Neues Rathaus am Münchner Marienplatz

Foto: Wolfram Wildner

 


Theodor Heiden (1853 - 1928)

Hofgoldschmied
Trat im Verein als Zeremonienmeister bei Veranstaltungen sowie bei mehreren Festen des Vereins als Schauspieler auf (zum Beispiel als Seegeist beim 25. Jubiläum der MKG 1893, als St. Salvator zur Redoute „Blumenlied“ 1893 und als Teufel zur Redoute „Höllenzauber“ 1905).

 

Bild: Theodor Heiden, Schale auf Standfuß, um 1900, Silber, teilweise vergoldet, 17,5 cm

Foto: Münchner Stadtmuseum, Sammlung Angewandte Kunst (Ausschnitt)

CC BY SA 4.0


Max Heilmaier (1869 - 1923)

Bildhauer und Medailleur

Sein bekanntestes Werk in München ist sicher der Friedensengel, den er zusammen mit Heinrich Düll und Georg Pezold schuf. Außerdem stammen zwei Figuren an der Max-Josephs-Brücke von ihm, sowie Denkmäler und Reliefs in Nürnberg, Bozen, Deggendorf, Metz, Meran und weiteren Orten.

 

Bild: Friedensengel, Maximiliansanlagen München

Foto: Ricarda Blank


Heinrich Heinlein (1803 - 1885)

Maler der Münchner Schule. Seine Landschaftsmalerei mit oft dramatischer Grundstimmung schildert meist Naturgewalten. Ab 1846 war er Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste in München.

Die Heinleinstraße in München Solln ist nach ihm benannt.

 

Bild: „Am Königssee“

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Franz Herda (1887 - 1965)

Porträt-, Landschafts- und Blumenmaler

Er nutzte seine gesellschaftliche Stellung und seinen amerikanischen Pass mehrfach, um im Dritten Reich Juden zu retten (von Yad Vashem anerkannt).


Waldemar Kolmsperger d. Ä. (1852 - 1943)

Maler des Neobarock, u.a. für die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, Kirchen in verschiedenen deutschen Städten, das Deutsche Museum und das Bayerische Nationalmuseum in München.


Dietrich Langko (1819 - 1896)

Landschaftsmaler, der vorwiegend Bilder von der Münchner Hochebene und Frauenchiemsee schuf.

Nach ihm ist die Langkostraße in München Perlach benannt.

 

Bild: „Schlittschuhlaufen“

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Ludwig Ritter von Löfftz (1845 - 1910)

Maler, Gründungsmitglied

Ab 1879 Professor an der Akademie der bildenden Künste in München und von 1893 bis 1899 deren Direktor. U.a. Lehrer von Lovis Corinth und Franz Stuck. Er malte stimmungsvolle Landschaftsbilder und Interieurs in kleineren Formaten.

Nach ihm ist die Löfftzstraße in der Borstei in München Moosach benannt.

 

Bild: „Waldinneres“, Sammlung Lenbachhaus München


Christian Mali (1832 - 1906)

Tier-, Landschafts- und Genremaler der Münchner Schule

Siehe auch Text zu Anton Braith.

 

Bild: „Der Burgberg bei Backnang“

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Karl von Marr (1858 - 1936)

Maler, von 1890 bis 1924 Professor an der Akademie der bildenden Künste in München und ab 1919 deren Direktor. Präsident der MKG, leitete mehrere Jahre die Glaspalastausstellungen. Zu seinen Werken gehören Historienbilder, religiöse und Genrebilder, Personendarstellungen.

Die Karl-Marr-Straße in München Solln ist nach ihm benannt.


Ferdinand von Miller d. J. (1842 - 1929)

Bildhauer, Erzgießer, langjähriger Direktor der Münchner Kunstakademie, Gründungsmitglied des Vereins.

Sohn des Erzgießers Ferdinand von Miller d. Ä. (der u.a. die Bavaria fertigte) und Bruder des Ingenieurs Oskar von Miller, Gründer des Deutschen Museums.

Zu den Werken Ferdinand von Millers zählen beispielsweise der Herkulesknabe mit Keule im Garten des Lenbachhauses oder das Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold an der Fassade des Neuen Rathauses. Seine Werke stehen aber auch an anderen Orten wie Trier, Regensburg, Bad Reichenhall oder St. Louis (USA).

 

Bild: Statue von Prinzregent Luitpold an der Fassade des Münchner Rathauses

Foto: Wolfram Wildner


Kurt Moser (1926 - 1982)

Maler und Bildhauer.

Er schuf u.a. die Bronzefigur des Clowns Charlie Rivel beim Zirkus Krone in München.

 

Bild: Statue Charlie Rivel bei Zirkus Krone

Foto: Wolfram Wildner


Karl von Perfall (1824 - 1907)

Hoftheaterintendant, Intendant der königl. Hofmusik, Direktor der Akademie der Tonkunst, Ehrenmitglied des Vereins

Er trug wesentlich zur Bekanntheit Richard Wagners bei mit zahlreichen Aufführungen seiner Werke, obwohl er Wagner persönlich eher kritisch gegenüberstand.

In den vom ihm geleiteten Theatern führte Perfall mit dem Eisernen Vorhang zwischen Bühne und Zuschauerraum und Feuerlöschern dringend benötigte Brandschutzmaßnahmen ein. Darüber hinaus wurden die beiden Theater als erste in Deutschland mit elektrischem Licht ausgestattet.

Die Perfallstraße in München Steinhausen ist nach ihm benannt.


Hans von Petersen (1850 - 1914)

Landschafts- und Marinemaler

Professor an der Kunstakademie München

Mehrere Jahre Präsident der MKG, Leiter der Glaspalast-Ausstellungen. Werke von ihm sind u.a. in der Neuen Pinakothek zu finden.

Nach ihm wurde die Petersenstraße in München Solln benannt.

 

Bild: „Segelschiff“

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Theodor Pixis (1831 - 1907)

Maler, Illustrator, Lithograph und Radierer.

Er malte Historien- Genre- und Porträtbilder, außerdem Illustrationen zu Wagner-Opern und deutschen Volks- und Liebesliedern. In den 1860er Jahren war er Vorstand der Künstlervereinigung Jung-München.

In Bogenhausen ist ihm die Pixisstraße gewidmet.

 

Bild: „1000 Meter über München“, 1890.

Ganz links ist Karl von Brug dargestellt, der Begründer der Luftfahrt in Bayern.

Deutsches Museum München

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Karl Raupp (1837 - 1918)

Landschaftsmaler, von 1880 bis 1914 Professor an der Münchner Kunstakademie.

Er war als „Chiemsee-Raupp“ bekannt, außerdem Gründer und Haupt der Künstlerkolonie Frauenwörth.

Die Karl-Raupp-Straße in München Solln ist nach ihm benannt.

 

Bild: Landschaft am Chiemsee

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Wilhelm Rögge d. Ä. (1829 - 1908)

Fresken-, Historien- und Genremaler, schuf u.a. Fresken für die Schlösser Linderhof und Herrenchiemsee


Wilhelm Rögge d. J. (1870 - 1946)

Maler und Illustrator

Sohn von Wilhelm Rögge d. Ä.

Vorsitzender des Vereins 1914-1920 und 1922-1926

 

Bild: „In der Glaserwerkstatt“

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Konrad Schießl (1889 - 1970)

Stadtmuseumsdirektor, Vorsitzender des Vereins 1943-1945

Er war maßgeblich daran beteiligt, den Verein vor der Auflösung oder Gleichschaltung zu bewahren.


Eduard Schleich d. J. (1853 - 1893)

Landschaftsmaler, Schüler vom Josef Wenglein.

Sollte nach dem Willen des Vaters Eduard von Schleich des Älteren eigentlich Architekt werden, folgte ihm aber dann doch in eine künstlerischen Karriere nach.
In den 1890er Jahren wandte er sich dem Impressionismus zu.

 

Bild: „Partie am Zeller See mit Blick auf Zell am See und Kitzsteinhorn“

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Robert Schleich (1845 - 1934)

Landschaftsmaler

Schüler von Wilhelm Diez, Ehrenmitglied und Professor an der Münchner Kunstakademie

Seine Landschaftsbilder stellen oft eine Heuernte dar.

 

Bild: „Der rote Sonnenschirm“

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Albert Schmidt (1841 - 1913)

Architekt

Zu seinen Werken zählt in München die Kirche St. Lukas an der Isar, die Hauptsynagoge (1938 abgerissen), außerdem der Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, die Alte Börse am Lenbachplatz und das Wohn- und Geschäftshaus Kustermann am Viktualienmarkt.

Ehrenmitglied des Vereins

 

Bild: Kirche St. Lukas, München

Foto: Wolfram Wildner


Eduard Schwoiser (1826 - 1902)

Historienmaler, arbeitete u. a. auch für Schloss Linderhof, Neuschwanstein und das Maximilianeum in München

 

Bild: „Heinrich vor der Burg Canossa“
Stiftung Maximilianeum München
Foto: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon


Albrecht Schultheiß (1823 - 1909)

Kupferstecher, Radierer und Zeichner.

Er schuf neben eigenen Entwürfen zahlreiche Stiche nach Gemälden von alten und neuen Meistern, die sich heute u.a. im Münchner Stadtmuseum befinden (Maillinger-Sammlung).

Die Schultheißstraße in München Solln ist nach ihm benannt.

 

Bild: „Beatrice“ aus der Schiller-Sammlung, einer Serie von Bildern mit Figuren aus den Werken Schillers

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August Spieß (1841 - 1923)

Historien- und Freskenmaler, Holzschneider und Illustrator. Malte u. a. auch für Schloss Neuschwanstein, das Maximilianeum, und das Rathaus in Landshut; Gründungsmitglied


Ludwig Steidl (1871 - nach 1942)

Beamter im gehobenen Dienst bei der Bahn, Festspieldichter, Ehrenmitglied des Vereins

Er dichtete mehr als 75 Festspiele für den Verein, überliefert in zwei Büchern. Unter anderem schrieb er schon im Jahr 1904 ein humoristisches Stück über künstliche Befruchtung, in dem auch das weibliche Ei und der männliche Samen persönlich zu Wort kommen.


Eugen von Stieler (1845 - 1929)

Maler, Sohn des Hofmalers Joseph Karl Stieler (Schönheitengalerie). Er selbst war Präsident der Münchner Künstlergenossenschaft, Organisator zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland, Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie und unseres Vereins


Richard Stury (1859 - 1928)

Schauspieler u.a. am Hoftheater München, Ehrenmitglied des Vereins

Seine Schwiegertochter Gertrud Stury gründete ihm zu Ehren 2002 die Richard-Stury-Stiftung zur Förderung von Kunst und Geisteswissenschaften.

Die Sturystraße in München Schwabing ist nach ihm benannt.

 

Bild: Richard Stury als Karl Moor in „Die Räuber“ von Friedrich Schiller.

Foto: Ottmer Zieher, Bildarchiv Bayerische Staatsbibliothek


Anton Stutzenberger (1877/1878 - 1926)

Altphilologe, Gymnasiallehrer, Komponist und Schriftsteller. In seiner Funktion als langjähriger Musikwart des Vereins dirigierte er das vereinseigene Orchester. Außerdem komponierte er die Musik zu diversen Singspielen, die bei den Redouten der Geselligen aufgeführt wurden.

Er schrieb auch für die Fliegenden Blätter, deren Verleger Dr. Schneider zuerst sein Schüler, später sein Freund war.


Walter Thor (1870 - 1929)

Maler und Grafiker mit zahlreichen Auszeichnungen, Schüler von Defregger

Vorsitzender des Vereins 1920 - 1922

Er schuf einfühlsame Porträts von Menschen aller Gesellschaftsschichten. Außerdem arbeitete er für die Zeitschrift „Jugend“, die einige seiner Bilder auf dem Titelblatt veröffentlichte.

 

Bild: „Im Atelier (Die Frau des Künstlers)“, 1903, Neue Pinakothek München

CC BY SA


Kurt K. Tilsner (1909 -1989)

Maler und Zeichner

Er zeichnete 30 Jahre lang für den Stadtanzeiger der Süddeutschen Zeitung


Victor Tobler (1846 - 1915)

Genre- und Historienmaler, Illustrator

Er schuf die Dekoration für mehrere Feste des Vereins.

 

 

Bild: „Dame mit Venusfigur“

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Gustav van Treeck (1854 - 1930)

Hofglasmaler

Gründer des heute noch bestehenden Glasmalerei-Betriebs Gustav van Treeck

 

Bild: Chorfenster der Kirche St. Amandus in Bad Urach

Foto: Andreas Praefcke (Wikimedia Commons, gemeinfrei)


Jacob Ungerer (1840 - 1920)

Bildhauer, Professor an der Münchner Kunstakademie

Er schuf u.a. Skulpturen für das Hamburger Rathaus, Schloss Linderhof, die Kirche St. Ursula in München Schwabing und den Mendebrunnen in Leipzig.

(Die Ungererstraße in München ist nicht nach ihm benannt, sondern nach seinem Neffen, August Ungerer, Ingenieur und Betreiber des Ungererbads.)

 

Bild: Detail des Mendebrunnen in Leipzig

Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei


Friedrich Voltz (1817 - 1886)

Tier- und Landschaftsmaler

Begründer der Rasseporträts von Kühen

Der Voltzweg in München Solln ist nach ihm und seinem Bruder Ludwig Voltz benannt, der ebenfalls Vereinsmitglied war.

 

Bild: „Kühe an der Tränke“, Lenbachhaus München


Ludwig Voltz (1825 - 1911)

Tier- und Landschaftsmaler. Er arbeitete außerdem für den Münchner Bilderbogen des Verlags Braun & Schneider, der künstlerische Illustrationen zu vielen verschiedenen Themen bot, von Literatur und Gedichten bis zu Architektur, Kostümkunde und Naturkunde.

 

Bild: „Waldlichtung mit Reh“

Wikimedia Commons, gemeinfrei


Josef Watter (1838 - 1913)

Maler und Illustrator

Ehrenmitglied des Vereins

Er arbeitete für die Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof, entwarf Porzellan, Bühnenbilder und Kostüme.

Für den Verein entwarf er mehrfach Kostüme für die bei den Redouten gezeigten Festspiele.

 

Bild: Kostümentwurf „Teufel“ für die Redoute „Höllenzauber“, 1905

Vereinsarchiv


Josef Wenglein (1845 - 1919)

Landschaftsmaler der Münchner Schule

Ab 1883 Professor, ab 1886 Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in München. Letzter Vertreter der alten Schule der Landschaftsmalerei.

Nach ihm ist die Wengleinstraße in München Solln benannt.

 

Bild: „Herbstlandschaft mit Jäger“, 1895

Lenbachhaus München


Josef Willroider (1838 - 1915)

Landschaftsmaler und Radierer der Düsseldorfer Schule, Professor und Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie. Er malte vor allem oberbayerische Landschaften.

Nach ihm benannt ist die Willroiderstraße in München Harlaching.

 

Bild: „Mühlteich“

Lenbachhaus München


Rudolf Wimmer (1849 - 1915)

Porträtmaler

Vorsitzender des Vereins 1903 - 1905 und 1908 bis 1909

Er war bekannt als der „Kaisermaler“, weil er als Hofmaler mehr als 70 Porträts von Kaiser Wilhelm II malte. Zu seiner Zeit war er ein gefragter Porträtist, der die damalige Prominenz aus Adel, Regierung und Wissenschaft malte. In München sind beispielsweise seine Porträts von Joseph von Fraunhofer und Johann Carl Friedrich Gauß im Deutschen Museum zu sehen.

 

Bild: „Wilhelm II, Kaiser von Deutschland“, Royal Collection, GB

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Albert Zimmermann (1809 - 1888)

Landschaftsmaler

Seine Bilder sind in zahlreichen Museen vertreten wie zum Beispiel der Neuen Pinakothek in München, Staatsgalerie Stuttgart, Städelmuseum Frankfurt, Österreichische Galerie Belvedere in Wien.

 

Bild: „Am Comersee“

Lenbachhaus München


Zu den meisten hier vorgestellten Persönlichkeiten können weitere Informationen in eigenen Artikeln online gefunden werden (zum Beispiel bei Wikipedia).

Quellen

Vereinsarchiv

 

Chroniken des Vereins im Münchner Stadtarchiv

 

Bayerisches Musiker-Lexikon Online

 

Wikipedia-Artikel zu den einzelnen Künstlern

 

Online-Inventarlisten von:

Lenbachhaus, Bayerische Staatsgemäldesammlung

 

Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, 8. Aufl. 2016

 

Max Zenger: Geschichte der Münchner Oper, Verlag für praktische Kunstwissenschaft, Dr. F. X. Weizinger & Co, 1923

 

Website Museum Biberach: https://www.museum-biberach.de/Museum/Dauerschau/Kunst/

 

Florian Taitsch: Der Kaisermaler Rudolf Wimmer, Dissertation, Universität Passau, 2014

 

Website Richard-Stury-Stiftung https://www.richard-stury-stiftung.de/

 

Münchner Bilderbogen digital, Universitätsbibliothek Heidelberg

https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/muenchener_bilderbogen

 

Nachrufe auf Anton Stutzenberger, Münchner Neueste Nachrichten, 9.5.1926 und 12.5.1926

 

Website der Christuskirche in Neuhausen

https://www.evnn.de/

 

Bauwerke von Erich Goebel:

https://stadtgeschichte-muenchen.de/bauwerke/l_architekten.php?architekt=Goebel%20Erich

 

Christina Melk-Haen, Kristin Bauer, Denise Wittwer: Hans Eduard von Berlepsch-Valendas - Wegbereiter des Jugendstils in München und Zürich, Dissertation, Universität Zürich, 1988, Monographien Denkmalpflege Zürich, ISBN: 3905647567

 

Ausstellungsankündigung „Bayerische Krippenkunst: Theodor Gämmerler und seine Zeit“

https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/unser-bayern/detailansicht-unser-bayern/artikel/meisterhaftes-vom-krippenpapst.html#topPosition