Im Lauf seiner 150 Jahre dauernden Geschichte hatte der Verein mehr als 800 Mitglieder.
Eine Auswahl:
Landschafts- und Tiermaler, später Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe
Er war Mitbegründer einer neuen Stilrichtung der Freilichtmalerei in Deutschland, die sich zwar an der Realität orientierte, dem Dargestellten aber über idealisierende Lichtwirkungen zu mehr Bedeutung verhelfen wollte.
Bild: „Wattenmeer“, Sammlung Lenbachhaus München
Maler und Zeichner
Ehrenmitglied des Vereins
Er arbeitete u.a. für die Fliegenden Blätter. Außerdem zeichnete er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Karikaturen der damaligen Mitglieder sowie Illustrationen und Kostümentwürfe zu den Veranstaltungen des Vereins.
Bild: „Man macht mich immer nicht schön genug!“ (Karikatur Seiling), Vereinsarchiv
Jugendstilkünstler, gilt als Wegbereiter des Jugendstils in München und Zürich
Einige seiner Werke waren zuletzt in der Ausstellung „Jugendstil Made in Munich“ in der Münchner Kunsthalle zu sehen.
Glasmaler, schuf u.a. viele der bunten Glasfenster des Münchner Neuen Rathauses.
Sein Sohn, Karl de Bouché d. J., ebenfalls Mitglied des Vereins, führte seine Werkstatt weiter.
Tier- und Landschaftsmaler der Münchner Schule, Professor an der Akademie der Bildenden Künste München.
Er malte vorwiegend Nutztiere wie Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner. Zusammen mit Christian Mali besaß er viele Jahre lang ein Haus in der Landwehrstraße, das ihnen auch als Atelier diente. Dieses historische Atelier wurde 1906 nach Biberach überführt und kann dort bis heute im Museum Biberach besichtigt werden.
Ihm ist die Anton-Braith-Straße in München (Ramersdorf-Perlach) gewidmet.
Bild: „Neufundländer“, Sammlung Lenbachhaus München
Militär- und Panorama-Maler
Er malte Szenen aus der Geschichte in großen Panorama-Bilder, die in kreisrunden Räumen installiert wurden und dort die Wände bis auf eine kleine Tür komplett bedeckten. Ergänzt mit einigen passenden Gegenständen wie Möbeln, Geschirr oder Ähnlichem vermittelten diese Rauminstallationen den Besuchern den Eindruck, mitten in der Szene zu stehen - ein Vorläufer der heutigen immersiven Kunst.
Bild: Ausschnitt aus dem „Murten-Panorama“, einem 1893 entstandenen, 10 m hohen und 100 m langen Panoramabild, das die Schlacht bei Murten im Jahr 1746 zeigt.
Bildhauer, Kunstprofessor und mehrere Jahre Jury-Obmann bei der Jahresausstellung der Münchner Künstlergenossenschaft. Vorsitzender unseres Vereins 1901 - 1902.
Er schuf monumentale Plastiken, vor allem für öffentliche Gebäude in München, wie zum Beispiel am Hauptbahnhof oder der Akademie der Bildenden Künste. Da seine Werke leider fast alle dem 2. Weltkrieg zum Opfer fielen, ist er heute kaum noch bekannt.
In München Engschalking ist die Dennerleinstraße nach ihm benannt.
Bildhauer, Maler, Professor an der Münchner Kunstakademie, Vorsitzender des Vereins 1882 - 1883 und 1885 - 1887.
Zu seinen Werken zählt beispielsweise das Gabelsberger-Denkmal in der Otto-Straße, das Denkmal der Gebrüder Grimm in Hanau oder die Figur des Heiligen Georg am vorderen rechten Eck der Fassade des Neuen Münchner Rathauses.
Außerdem arbeitete Eberle viel für die Schlösser Ludwig II, er entwarf beispielsweise fast alle seiner Prachtkutschen.
Bild: Heiliger Georg am Münchner Rathaus
Foto: Wolfram Wildner
Karikaturist, Illustrator, Schnellzeichner und Turmschreiber
Vorsitzender des Vereins 1980 - 1984
Er zeichnete zahlreiche Einladungen zu Veranstaltungen des Vereins in den 1970er und 80er Jahren.
Bild: „Wir lassen uns nicht verbeuysen“, 1981
Einladung aus dem Vereinsarchiv
Komponist und Kapellmeister; komponierte z. B. den „Münchner Kaffeewärmer“, einen bayerischen Walzer. In den 1920er Jahren im Vorstand des Vereins für Musik zuständig.
Cellist, Dirigent und Generalmusikdirektor
Ehrenmitglied des Vereins
Unter anderem war er Interpret der Musik Richard Wagners am Bayerischen Staatstheater und in Bayreuth.
Die Franz-Fischer-Straße in München Bogenhausen ist nach ihm benannt.
Bild: „Der Fischer-Franzl“ (Porträt Franz von Fischer)
gezeichnet von Eduard Grützner, Zeitschrift „Jugend“, 1903
Maler, Vorsitzender des Vereins von 1909 bis 1914
Nach seinem Studium in Düsseldorf und Genf verbrachte er zuerst einige Jahre in Paris, Rom und München, bevor er 1889 nach St. Petersburg zog. Schon ein Jahr später verkaufte er bei der St.
Petersburger Frühjahrsausstellung ein Bild an Alexander Michailowitsch Romanow (russischer Großfürst und Admiral), Verkäufe an den Zaren Nikolaus II
folgten.
1899 kehrte er trotz seines Erfolgs in Russland nach München zurück. Hier gehörte er unter anderem dem Ausschuss der Münchner Künstlergenossenschaft an und war Schatzmeister der Deutschen
Kunstgenossenschaft.
Bild: "Ein lieber Gast", Eremitage Museum, St. Petersburg
Bekannt als „Bayerischer Krippenpapst“
Schon während seines Studiums an der Münchner Kunstakademie nahm er Kontakt zum Münchner Marionettentheater auf, wo er als Bühnenbildner und Figurenschöpfer arbeitete. Die so erworbenen Kenntnisse setzte er zuerst in einem privaten Marionettentheater in seiner Wohnung um.
1917 gründete er zusammen mit einigen anderen den Münchner Krippenverein. Ab 1925 arbeitete er an der Restaurierung und Neugestaltung der Kirche St. Michael in der Neuhauser Straße. Nach dem 2. Weltkrieg schuf er für die Bürgersaalkirche eine Jahreskrippe, bestehend aus rund 200 verschiedenen Krippenbildern, die durch das gesamte Kirchenjahr führen und dort bis heute eingesetzt werden.
Tiermaler, Gründungsmitglied
Studierte an der Dresdener und der Münchner Kunstakademie, an letzterer vor allem bei Karl Theodor von Piloty. Er spezialisierte sich auf die Darstellung von Schafen und zeigte sie insbesondere auch als Individuen.
Bild: „Widder“, Sammlung Lenbachhaus München
Maler und Illustrator. Unter seinen Werken sind zahlreiche Bilder für Münchner Kirchen, zum Beispiel in der Heilig-Geist-Kirche („Die Grundsätze der Bulle von Leo XIII“ und „Heilige Cäcilie“) und der Josephsaltar in St. Ursula am Kaiserplatz.
Der Glötzleweg in München Solln ist nach ihm benannt.
Architekt
Zu seinen Werken in München zählen beispielsweise die Filialkirche St. Barbara in der Infanteriestraße und die evangelische Christuskirche am Dom-Pedro-Platz.
Außerdem entwarf er gemeinsam mit Max Littmann das Hofbräuhaus am Platzl.
Bild: Hofbräuhaus
Foto: Wolfram Wildner
Opernsänger (Bariton), außerdem Schauspieler, Maler und Ingenieur
Ehrenmitglied des Vereins
Als Sänger war er u. a. am Hoftheater München und bei den Bayreuther Festspielen
Nach ihm ist die Eugen-Gura-Straße im München Obermenzing benannt.
Bild: Eugen Gura
Foto aus: Max Zenger „Geschichte der Münchner Oper“, 1923
Pferdemaler
Der erste Vorsitzender des Vereins ab 1875.
Bild: „Wasserfurt an der Isar bei Tölz“
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Architekt des Münchner Neuen Rathauses und der Kirche St. Paul nahe der Theresienwiese
Ehrenmitglied des Vereins, außerdem eines der langjährigsten Vereinsmitglieder (1875 - 1922).
Die Hauberrißerstraße in München Harlaching ist nach ihm benannt.
Bild: Neues Rathaus am Münchner Marienplatz
Foto: Wolfram Wildner
Hofgoldschmied
Trat im Verein als Zeremonienmeister bei Veranstaltungen sowie bei mehreren Festen des Vereins als Schauspieler auf (zum Beispiel als Seegeist beim 25. Jubiläum der MKG 1893, als St. Salvator zur
Redoute „Blumenlied“ 1893 und als Teufel zur Redoute „Höllenzauber“ 1905).
Bild: Theodor Heiden, Schale auf Standfuß, um 1900, Silber, teilweise vergoldet, 17,5 cm
Foto: Münchner Stadtmuseum, Sammlung Angewandte Kunst (Ausschnitt)
Bildhauer und Medailleur
Sein bekanntestes Werk in München ist sicher der Friedensengel, den er zusammen mit Heinrich Düll und Georg Pezold schuf. Außerdem stammen zwei Figuren an der Max-Josephs-Brücke von ihm, sowie Denkmäler und Reliefs in Nürnberg, Bozen, Deggendorf, Metz, Meran und weiteren Orten.
Bild: Friedensengel, Maximiliansanlagen München
Foto: Ricarda Blank
Maler der Münchner Schule. Seine Landschaftsmalerei mit oft dramatischer Grundstimmung schildert meist Naturgewalten. Ab 1846 war er Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste in München.
Die Heinleinstraße in München Solln ist nach ihm benannt.
Bild: „Am Königssee“
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Porträt-, Landschafts- und Blumenmaler
Er nutzte seine gesellschaftliche Stellung und seinen amerikanischen Pass mehrfach, um im Dritten Reich Juden zu retten (von Yad Vashem anerkannt).
Maler des Neobarock, u.a. für die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, Kirchen in verschiedenen deutschen Städten, das Deutsche Museum und das Bayerische Nationalmuseum in München.
Landschaftsmaler, der vorwiegend Bilder von der Münchner Hochebene und Frauenchiemsee schuf.
Nach ihm ist die Langkostraße in München Perlach benannt.
Bild: „Schlittschuhlaufen“
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Maler, Gründungsmitglied
Ab 1879 Professor an der Akademie der bildenden Künste in München und von 1893 bis 1899 deren Direktor. U.a. Lehrer von Lovis Corinth und Franz Stuck. Er malte stimmungsvolle Landschaftsbilder und Interieurs in kleineren Formaten.
Nach ihm ist die Löfftzstraße in der Borstei in München Moosach benannt.
Bild: „Waldinneres“, Sammlung Lenbachhaus München
Tier-, Landschafts- und Genremaler der Münchner Schule
Siehe auch Text zu Anton Braith.
Bild: „Der Burgberg bei Backnang“
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Maler, von 1890 bis 1924 Professor an der Akademie der bildenden Künste in München und ab 1919 deren Direktor. Präsident der MKG, leitete mehrere Jahre die Glaspalastausstellungen. Zu seinen Werken gehören Historienbilder, religiöse und Genrebilder, Personendarstellungen.
Die Karl-Marr-Straße in München Solln ist nach ihm benannt.
Bildhauer, Erzgießer, langjähriger Direktor der Münchner Kunstakademie, Gründungsmitglied des Vereins.
Sohn des Erzgießers Ferdinand von Miller d. Ä. (der u.a. die Bavaria fertigte) und Bruder des Ingenieurs Oskar von Miller, Gründer des Deutschen Museums.
Zu den Werken Ferdinand von Millers zählen beispielsweise der Herkulesknabe mit Keule im Garten des Lenbachhauses oder das Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold an der Fassade des Neuen Rathauses. Seine Werke stehen aber auch an anderen Orten wie Trier, Regensburg, Bad Reichenhall oder St. Louis (USA).
Bild: Statue von Prinzregent Luitpold an der Fassade des Münchner Rathauses
Foto: Wolfram Wildner
Maler und Bildhauer.
Er schuf u.a. die Bronzefigur des Clowns Charlie Rivel beim Zirkus Krone in München.
Bild: Statue Charlie Rivel bei Zirkus Krone
Foto: Wolfram Wildner
Hoftheaterintendant, Intendant der königl. Hofmusik, Direktor der Akademie der Tonkunst, Ehrenmitglied des Vereins
Er trug wesentlich zur Bekanntheit Richard Wagners bei mit zahlreichen Aufführungen seiner Werke, obwohl er Wagner persönlich eher kritisch gegenüberstand.
In den vom ihm geleiteten Theatern führte Perfall mit dem Eisernen Vorhang zwischen Bühne und Zuschauerraum und Feuerlöschern dringend benötigte Brandschutzmaßnahmen ein. Darüber hinaus wurden die beiden Theater als erste in Deutschland mit elektrischem Licht ausgestattet.
Die Perfallstraße in München Steinhausen ist nach ihm benannt.
Landschafts- und Marinemaler
Professor an der Kunstakademie München
Mehrere Jahre Präsident der MKG, Leiter der Glaspalast-Ausstellungen. Werke von ihm sind u.a. in der Neuen Pinakothek zu finden.
Nach ihm wurde die Petersenstraße in München Solln benannt.
Bild: „Segelschiff“
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Maler, Illustrator, Lithograph und Radierer.
Er malte Historien- Genre- und Porträtbilder, außerdem Illustrationen zu Wagner-Opern und deutschen Volks- und Liebesliedern. In den 1860er Jahren war er Vorstand der Künstlervereinigung Jung-München.
In Bogenhausen ist ihm die Pixisstraße gewidmet.
Bild: „1000 Meter über München“, 1890.
Ganz links ist Karl von Brug dargestellt, der Begründer der Luftfahrt in Bayern.
Deutsches Museum München
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Landschaftsmaler, von 1880 bis 1914 Professor an der Münchner Kunstakademie.
Er war als „Chiemsee-Raupp“ bekannt, außerdem Gründer und Haupt der Künstlerkolonie Frauenwörth.
Die Karl-Raupp-Straße in München Solln ist nach ihm benannt.
Bild: Landschaft am Chiemsee
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Fresken-, Historien- und Genremaler, schuf u.a. Fresken für die Schlösser Linderhof und Herrenchiemsee
Maler und Illustrator
Sohn von Wilhelm Rögge d. Ä.
Vorsitzender des Vereins 1914-1920 und 1922-1926
Bild: „In der Glaserwerkstatt“
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Stadtmuseumsdirektor, Vorsitzender des Vereins 1943-1945
Er war maßgeblich daran beteiligt, den Verein vor der Auflösung oder Gleichschaltung zu bewahren.
Landschaftsmaler, Schüler vom Josef Wenglein.
Sollte nach dem Willen des Vaters Eduard von Schleich des Älteren eigentlich Architekt werden, folgte ihm aber dann doch in eine künstlerischen Karriere nach.
In den 1890er Jahren wandte er sich dem Impressionismus zu.
Bild: „Partie am Zeller See mit Blick auf Zell am See und Kitzsteinhorn“
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Landschaftsmaler
Schüler von Wilhelm Diez, Ehrenmitglied und Professor an der Münchner Kunstakademie
Seine Landschaftsbilder stellen oft eine Heuernte dar.
Bild: „Der rote Sonnenschirm“
Wikimedia Commons, gemeinfrei
Architekt
Zu seinen Werken zählt in München die Kirche St. Lukas an der Isar, die Hauptsynagoge (1938 abgerissen), außerdem der Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, die Alte Börse am Lenbachplatz und das Wohn- und Geschäftshaus Kustermann am Viktualienmarkt.
Ehrenmitglied des Vereins
Bild: Kirche St. Lukas, München
Foto: Wolfram Wildner
Historienmaler, arbeitete u. a. auch für Schloss Linderhof, Neuschwanstein und das Maximilianeum in München
Bild: „Heinrich vor der Burg Canossa“
Stiftung Maximilianeum München
Foto: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Kupferstecher, Radierer und Zeichner.
Er schuf neben eigenen Entwürfen zahlreiche Stiche nach Gemälden von alten und neuen Meistern, die sich heute u.a. im Münchner Stadtmuseum befinden (Maillinger-Sammlung).
Die Schultheißstraße in München Solln ist nach ihm benannt.
Bild: „Beatrice“ aus der Schiller-Sammlung, einer Serie von Bildern mit Figuren aus den Werken Schillers
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Historien- und Freskenmaler, Holzschneider und Illustrator. Malte u. a. auch für Schloss Neuschwanstein, das Maximilianeum, und das Rathaus in Landshut; Gründungsmitglied
Beamter im gehobenen Dienst bei der Bahn, Festspieldichter, Ehrenmitglied des Vereins
Er dichtete mehr als 75 Festspiele für den Verein, überliefert in zwei Büchern. Unter anderem schrieb er schon im Jahr 1904 ein humoristisches Stück über künstliche Befruchtung, in dem auch das weibliche Ei und der männliche Samen persönlich zu Wort kommen.
Maler, Sohn des Hofmalers Joseph Karl Stieler (Schönheitengalerie). Er selbst war Präsident der Münchner Künstlergenossenschaft, Organisator zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland, Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie und unseres Vereins
Schauspieler u.a. am Hoftheater München, Ehrenmitglied des Vereins
Seine Schwiegertochter Gertrud Stury gründete ihm zu Ehren 2002 die Richard-Stury-Stiftung zur Förderung von Kunst und Geisteswissenschaften.
Die Sturystraße in München Schwabing ist nach ihm benannt.
Bild: Richard Stury als Karl Moor in „Die Räuber“ von Friedrich Schiller.
Foto: Ottmer Zieher, Bildarchiv Bayerische Staatsbibliothek
Altphilologe, Gymnasiallehrer, Komponist und Schriftsteller. In seiner Funktion als langjähriger Musikwart des Vereins dirigierte er das vereinseigene Orchester. Außerdem komponierte er die Musik zu diversen Singspielen, die bei den Redouten der Geselligen aufgeführt wurden.
Er schrieb auch für die Fliegenden Blätter, deren Verleger Dr. Schneider zuerst sein Schüler, später sein Freund war.
Maler und Grafiker mit zahlreichen Auszeichnungen, Schüler von Defregger
Vorsitzender des Vereins 1920 - 1922
Er schuf einfühlsame Porträts von Menschen aller Gesellschaftsschichten. Außerdem arbeitete er für die Zeitschrift „Jugend“, die einige seiner Bilder auf dem Titelblatt veröffentlichte.
Bild: „Im Atelier (Die Frau des Künstlers)“, 1903, Neue Pinakothek München
Maler und Zeichner
Er zeichnete 30 Jahre lang für den Stadtanzeiger der Süddeutschen Zeitung
Genre- und Historienmaler, Illustrator
Er schuf die Dekoration für mehrere Feste des Vereins.
Bild: „Dame mit Venusfigur“
Wikimedia Commons, gemeinfrei
Hofglasmaler
Gründer des heute noch bestehenden Glasmalerei-Betriebs Gustav van Treeck
Bild: Chorfenster der Kirche St. Amandus in Bad Urach
Foto: Andreas Praefcke (Wikimedia Commons, gemeinfrei)
Bildhauer, Professor an der Münchner Kunstakademie
Er schuf u.a. Skulpturen für das Hamburger Rathaus, Schloss Linderhof, die Kirche St. Ursula in München Schwabing und den Mendebrunnen in Leipzig.
(Die Ungererstraße in München ist nicht nach ihm benannt, sondern nach seinem Neffen, August Ungerer, Ingenieur und Betreiber des Ungererbads.)
Bild: Detail des Mendebrunnen in Leipzig
Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei
Tier- und Landschaftsmaler
Begründer der Rasseporträts von Kühen
Der Voltzweg in München Solln ist nach ihm und seinem Bruder Ludwig Voltz benannt, der ebenfalls Vereinsmitglied war.
Bild: „Kühe an der Tränke“, Lenbachhaus München
Tier- und Landschaftsmaler. Er arbeitete außerdem für den Münchner Bilderbogen des Verlags Braun & Schneider, der künstlerische Illustrationen zu vielen verschiedenen Themen bot, von Literatur und Gedichten bis zu Architektur, Kostümkunde und Naturkunde.
Bild: „Waldlichtung mit Reh“
Wikimedia Commons, gemeinfrei
Maler und Illustrator
Ehrenmitglied des Vereins
Er arbeitete für die Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof, entwarf Porzellan, Bühnenbilder und Kostüme.
Für den Verein entwarf er mehrfach Kostüme für die bei den Redouten gezeigten Festspiele.
Bild: Kostümentwurf „Teufel“ für die Redoute „Höllenzauber“, 1905
Vereinsarchiv
Landschaftsmaler der Münchner Schule
Ab 1883 Professor, ab 1886 Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in München. Letzter Vertreter der alten Schule der Landschaftsmalerei.
Nach ihm ist die Wengleinstraße in München Solln benannt.
Bild: „Herbstlandschaft mit Jäger“, 1895
Lenbachhaus München
Landschaftsmaler und Radierer der Düsseldorfer Schule, Professor und Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie. Er malte vor allem oberbayerische Landschaften.
Nach ihm benannt ist die Willroiderstraße in München Harlaching.
Bild: „Mühlteich“
Lenbachhaus München
Porträtmaler
Vorsitzender des Vereins 1903 - 1905 und 1908 bis 1909
Er war bekannt als der „Kaisermaler“, weil er als Hofmaler mehr als 70 Porträts von Kaiser Wilhelm II malte. Zu seiner Zeit war er ein gefragter Porträtist, der die damalige Prominenz aus Adel, Regierung und Wissenschaft malte. In München sind beispielsweise seine Porträts von Joseph von Fraunhofer und Johann Carl Friedrich Gauß im Deutschen Museum zu sehen.
Bild: „Wilhelm II, Kaiser von Deutschland“, Royal Collection, GB
Wikimedia Commons, gemeinfrei
Landschaftsmaler
Seine Bilder sind in zahlreichen Museen vertreten wie zum Beispiel der Neuen Pinakothek in München, Staatsgalerie Stuttgart, Städelmuseum Frankfurt, Österreichische Galerie Belvedere in Wien.
Bild: „Am Comersee“
Lenbachhaus München
Zu den meisten hier vorgestellten Persönlichkeiten können weitere Informationen in eigenen Artikeln online gefunden werden (zum Beispiel bei Wikipedia).
Vereinsarchiv
Chroniken des Vereins im Münchner Stadtarchiv
Bayerisches Musiker-Lexikon Online
Wikipedia-Artikel zu den einzelnen Künstlern
Online-Inventarlisten von:
Lenbachhaus, Bayerische Staatsgemäldesammlung
Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, 8. Aufl. 2016
Max Zenger: Geschichte der Münchner Oper, Verlag für praktische Kunstwissenschaft, Dr. F. X. Weizinger & Co, 1923
Website Museum Biberach: https://www.museum-biberach.de/Museum/Dauerschau/Kunst/
Florian Taitsch: Der Kaisermaler Rudolf Wimmer, Dissertation, Universität Passau, 2014
Website Richard-Stury-Stiftung https://www.richard-stury-stiftung.de/
Münchner Bilderbogen digital, Universitätsbibliothek Heidelberg
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/muenchener_bilderbogen
Nachrufe auf Anton Stutzenberger, Münchner Neueste Nachrichten, 9.5.1926 und 12.5.1926
Website der Christuskirche in Neuhausen
https://www.evnn.de/
Bauwerke von Erich Goebel:
https://stadtgeschichte-muenchen.de/bauwerke/l_architekten.php?architekt=Goebel%20Erich
Christina Melk-Haen, Kristin Bauer, Denise Wittwer: Hans Eduard von Berlepsch-Valendas - Wegbereiter des Jugendstils in München und Zürich, Dissertation, Universität Zürich, 1988, Monographien Denkmalpflege Zürich, ISBN: 3905647567
Ausstellungsankündigung „Bayerische Krippenkunst: Theodor Gämmerler und seine Zeit“
https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/unser-bayern/detailansicht-unser-bayern/artikel/meisterhaftes-vom-krippenpapst.html#topPosition